Flash mich noch mal. Als wär' es das erste Mal. [...] Und seit du da bist sind alle Lichter an. Du machst, dass ich nicht mehr schlafen kann. Ich seh' uns zwei in alt und grau.

Oder auch nicht.
Manchmal ist alles so verflixt kompliziert, wo es einfach sein sollte. Es beginnt so, als wäre es der Traumfabrik Hollywood entsprungen. Eine Geschichte, die in 10 Jahren verfilmt würde. Doch: Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.
Es gibt leichte Konflikte, die man schnell ausräumt; schließlich ist man gerade voller Endorphine und damit ist das Gehirn quasi auf Drogen. Mehr, mehr, mehr. Erscheint auch gar nicht so schlimm und schließlich gibt es so viele Menschen mit denen man irgendwie auskommt. Dann sollte es hier doch besonders gut funktionieren. Immerhin basiert das ganze Leben auf Kompromissen.

Doch ab einem bestimmten Punkt merkt man, dass die Streitthemen immer größer werden. Er wirft mir vor, ich wäre unsensibel bei einer Sache, die ich absolut nicht so empfunden habe, weil es für mich banaler Scheiß war. Ich werfe ihm vor, er wäre ein Ekel, weil er sich nicht angemessen darauf einlässt, wie ich es empfinde.
Ich bin davon überzeugt, dass jede Interaktion mit einem anderen Wesen auf Kompromissen beruht. Und oftmals reagiert man von Natur aus darauf, wie das Gegenüber das erwarten würde. Was passiert aber, wenn beide Parteien in ihrer Vorstellung dieser Reaktion SO unendlich weit auseinander liegen, dass jedes unwichtige Thema Konfliktpotenzial birgt?

Offensichtlich bleibt einem dann nichts anderes übrig, als einen absoluten Schlussstrich zu ziehen. Denn dann muss man einsehen, dass man einfach nicht füreinander geschaffen ist.
Leider ist das leichter gesagt, als getan. Denn es gibt natürlich auch viele Bereiche in denen man mehr als gut harmoniert.
Und als wäre man da doch füreinander geschaffen.
Doch kann man da nur zeitweilig drüber hinweg sehen. Letztendlich wird das Unabdingbare doch geschehen und man geht getrennte Wege. Denn dieser dauernde Streit und die Reibereien kosten viel Kraft und Energie.

Am Ende beginnt die Rekonvaleszenz. Ob man es so wollte oder nicht.